GALORE Nr. 45

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GALORE Nr. 46 erscheint am Donnerstag, 1. April 2021.

In GALORE 45 erwarten Sie diese Gesprächspartner*innen:

Benjamin von Stuckrad-Barre bevorzugt das Leben und Schreiben im Hotel, letzteres am liebsten im Anzug. Den hat er sich natürlich auch für das Telefon-Interview angezogen, in dem es u.a. um Authentizität im Pop, Freundschaften zu seinen Helden und seine Abneigung gegenüber dem Literaturbetrieb geht.

Rainald Grebe begründet im Gespräch, warum er „keiner von der Stange“ ist, sinniert über den Stellenwert von Kultur in Deutschland und über das Verhältnis von Rassismus und Satire. Schließlich gibt der Liedermacher, Schauspieler und Kabarettist eine Antwort auf die große Frage: Darf Humor alles?

Rafael Behr war lange selbst als Polizist aktiv, forscht mittlerweile an der Polizeiakademie Hamburg und hat sich einen Namen als kritische Stimme gemacht, die auf problematische Strukturen innerhalb der Polizei hinweist. Ein Gespräch über Gewalt, Gefühle und fehlendes Vertrauen.

Jutta Allmendinger geht es um das Miteinander der Geschlechter und der Menschen. Auch, aber nicht nur wegen der Corona-Krise, sorgt sich die Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin um die Heterogenität unserer Lebenswelten und die Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen.

David Schalko arbeitet als Autor und Regisseur für Film, Fernsehen und Theater, schreibt Romane und sieht die europäische Kultur in einer existenziellen Krise, weshalb er sich mehr Orte des Gedankenaustauschs wünscht – zum Beispiel die gute alte Stammtischrunde.

Saskia Esken & Norbert Walter-Borjans sind zu einer Mammutaufgabe angetreten: Die Rettung der SPD. Möglichst schon bei der anstehenden Bundestagswahl soll die Trendwende erfolgen. Im Doppelinterview mit den beiden Parteivorsitzenden erfahren wir, was Politik mit Rockmusik und der Kulturszene zu tun hat und welche Kompromisse mit der Realität eingegangen werden müssen.

Joko Winterscheidt ist das, was man gemeinhin als „Hansdampf in allen Gassen“ bezeichnet. Sein neuestes Projekt: fair gehandelte Schokolade. Im Gespräch erfahren wir von seinem Selbstverständnis als Geschäftsmann und warum er mit Kritik viel besser umgehen kann als mit Lob. Außerdem offenbart der erfolgreiche Entertainer Selbstzweifel und seine Angst vorm Scheitern.

Thea Dorn hat gerade ein Buch über das geschrieben, was wir alle in der Krise dringend brauchen: Trost. Wie man diesen finden und zulassen kann, wie sie die erzwungene Distanz erlebt und warum der menschliche Körper ein Auslaufmodell ist, erklärt die Schriftstellerin und Literaturkritikerin im Gespräch.

Jim Rakete managte einst Nina Hagen und Nena und ist erfolgreicher Fotograf und Filmemacher. Im Interview erzählt er von seinem neuen Film über sechs junge Klimaaktivist*innen, von der Enttäuschungsprophylaxe der Deutschen, guten Ideen, die zu früh kamen, und die Überbewertung von letzten Gesprächen.

Martina Fuchs gehört als eine von zwei Frauen der „Spiel des Jahres“-Jury an und will das Kulturgut Spiel in der Gesellschaft fördern. Im Interview spricht die Spieleexpertin über den pädagogischen Wert von Brettspielen, Diversität in der Spielebranche und völlig überschätzte Klassiker.

T.C. Boyle ist bei einem seiner ausgedehnten Waldspaziergänge einer Zecke zum Opfer gefallen. Der leicht genervte Ton des gefeierten US-Schriftstellers verfliegt im Gespräch über die dünne Decke der Zivilisation, posttraumatischen Stress vom ständigen Verfolgen der US-Politik und die Science-Fiction-Grundlagen von Religionen jedoch schnell.

Weitere Protagonisten der Ausgabe: „Die Sendung mit der Maus“-Urgestein Christoph Biemann, Sängerin Bonnie Tyler, Jazzmusiker Charles Pasi, Regisseurin Eliza Hittman Schriftsteller Martin Mosebach, Autor und Kabarettist Horst Evers

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