GALORE Nr. 42

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GALORE Nr. 43 erscheint am Donnerstag, 15. Oktober 2020.

GALORE 42 - mit elf ausführlichen Interviews, Literaturbeilage und den neuesten Themen aus Musik und Film!

In der neuen Ausgabe erwarten Sie diese Gesprächspartner:

Lisa Eckhart mimt auf der Bühne eine boshafte Diva, von der man glauben könnte, dass sie direkt aus einem Wiener Café des 19. Jahrhunderts in die Gegenwart katapultiert wurde. In ihren Kabarett-Programmen seziert sie das aktuelle Zeitgeschehen mit einer permanent grenzwertigen Gemeinheit und bitterbösem Sarkasmus. Dabei macht die 1992 geborene Österreicherin vor keinem gesellschaftlichen oder politischen Milieu Halt. Ihre klugen Gesellschaftsbeobachtungen kommen auch im Gespräch zum Tragen.

Oliver Masucci hat für seine Hauptrolle als Rainer Werner Fassbinder in Oskar Roehlers neuem Film „Enfant Terrible“ 25 Kilo zulegen müssen. Während unseres Interviews ist er daher auf Diät – was bei ihm laut eigener Aussage ein gesteigertes Redebedürfnis zur Folge hat. So wurde aus einem 60-minütigen ein 180-minütiges Gespräch, bei dem vor allem die Lachmuskeln auf ihre Kosten kamen.

Hartmut Rosa widmet sich als Soziologe vor allem der Beschleunigung als Grunderfahrung der Moderne. Im Interview erklärt er die Problematik des ständigen Optimierungszwangs in Wirtschaft und Gesellschaft, und warum wir trotz all der Verbesserung ständig unter Zeitnot leiden.

Tupoka Ogette ist Antirassismus-Trainerin und hat ein Ziel: Dass die Weiße Mehrheitsgesellschaft endlich die Verantwortung dafür übernimmt, Rassismus aus dem Alltag zu verbannen. In einem fast zweistündigen Telefoninterview spricht sie über Alltagsrassismus und Abwehrmechanismen, über Wut und Trauer – und darüber, wie Weiße Menschen lernen können, rassismuskritisch zu denken.

Nils Melzer kämpft als UN-Sonderberichterstatter über Folter für die Menschenrechte und gegen ebenso unfassbare wie sinnlose Gräueltaten. In welche dunklen Abgründe er sich dafür begeben muss und warum die westlichen Staaten in Wirklichkeit auch nur Schönwetterdemokratien sind, verrät er im Gespräch.

Marie Kondo ist die Expertin, wenn es darum geht, Ordnung in sein Leben zu bringen und mit ihrer KonMari-Methode seit einigen Jahren weltweit erfolgreich. Mit dem Selbstbewusstsein einer vielbeschäftigten Geschäftsfrau, die für sich eine Nische gefunden hat, erzählt sie von den verschiedenen Arten der Unordnung und erklärt, warum Japaner Gegenständen Dankbarkeit zeigen.

Kassandra Wedel verlor als Dreijährige ihr Gehör. Von ihrer Leidenschaft für das Tanzen hat sie dieser Umstand nicht abgehalten – sie wurde Profi-Tänzerin und sogar Weltmeisterin. Im Interview spricht sie über ihre Karriere, die schwierige Schulzeit oder mangelnde Inklusion von Gehörlosen und formuliert ihre Vision einer integrierenden Gesellschaft.

Lang Lang hält Faulheit für das Schlimmste, ein Tag ohne Klavier ist für den weltbekannten Pianisten ein verlorener Tag. Im Interview gibt er dementsprechend ein ordentliches Tempo vor: Lang Lang reflektiert nur kurz, die Antworten liegen ihm meist auf der Zunge. Aus ihnen spricht jemand, der Effektivität und Disziplin gewohnt ist, der aber auch die Leichtigkeit schätzt.

Alanis Morissette hat sich entschieden: Sie legt den Umhang für Superheldinnen ab. Wie befreiend es für sie war, endlich zu erkennen, dass nicht immer alles perfekt sein muss, erzählt die dreifache Mutter voller neu gewonnener Leichtigkeit im Interview.

Siggi Loch musste sich in jungen Jahren jeden Pfennig hart erarbeiten, um davon Schallplatten kaufen zu können. Als Musikproduzent Labelmanager stieg er später zu einer wichtigen Persönlichkeit im Musikbusiness auf und gründete sein eigenes Jazzlabel. Der passionierte Kunstsammler betreute weltbekannte Künstler und hielt im Interview daher einige unterhaltsame Anekdoten parat.

Alexa Hennig von Lange gilt neben Benjamin von Stuckrad-Barre oder Christian Kracht als eine Begründerin des Genres der Popliteratur. In ihrem neuen Roman zeichnet sie vor historischer Kulisse das Bild einer Frau, die hin- und hergerissen ist zwischen ihren inneren Überzeugungen und dem Unverständnis der Außenwelt. Im Interview geht es daher um Frauen und Machtstrukturen und darum, wie sehr die damaligen Verhältnisse auch in der heutigen Zeit wiederzufinden sind.

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