Vicky Leandros

Vicky Leandros

„Wenn ich etwas an Griechenland kritisiere, dann den mangelnden Zusammenhalt.“

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  • Patrick Runte
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Zur Person

24.10.2015, Hamburg. Gute zweitausend Kilometer Luftlinie liegen zwischen der Bar des Atlantic Hotels Kempinski an der Hamburger Außenalster und den Kais von Piräus, wo Vicky Leandros zwei Jahre lang in Amt und Würden war. In der deutschen Hafenstadt ringen Plakate miteinander um das Für und Wider einer Olympiabewerbung. In der griechischen hat der Weltstar zwei Jahre lang gegen alle Widrigkeiten Kulturpolitik betrieben. Bezüglich ihrer Leistungen in dieser Phase gibt sie sich bescheiden. Ihre Erinnerungen ermöglichen dennoch einen erkenntnisreichen Einblick in die Chancen und Probleme Griechenlands. Aus den Lautsprechern im edlen Furnier tröpfelt latent trauriger Smooth Jazz. Neben der geteilten Kaffeekanne liegt ein Notizzettel mit einer beachtlichen Liste kommender Konzerttermine.

Frau Leandros, Sie waren von 2007 bis 2009 stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin für Kultur und internationale Beziehungen in Piräus. Wieso eigentlich dort?

Vicky Leandros: Piräus ist Griechenlands größte Hafenstadt. Vor allem aber lebte dort meine Mutter. Es ist ihr Geburtsort. Wir haben starke familiäre Bande in der Stadt.

Was zeichnet den Ort abseits davon aus?

Piräus pulsiert und ist voller Leben. Eine wunderschöne Region, die ich damals allerdings überhaupt nicht mehr als schön empfand. Das war einer der Gründe, wieso ich für das Amt kandidiert habe. Es gab so vieles zu verändern und wieder zu dem zu machen, was es einmal war oder was es wieder werden könnte.

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