Thilo Bode

Thilo Bode

Bessere Lebensmittel – wie können die Rechte der Verbraucher gestärkt werden?

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Zur Person

01.06.2007, Berlin. Auf dem Konferenztisch der Verbraucherschutzorganisation stehen Milch, Joghurtdrinks und Öko-Gummibärchen zur Analyse bereit. Mit detektivischem Eifer nimmt foodwatch-Chef Thilo Bode den Etikettenschwindel auseinander.

Herr Bode, macht Ihnen nach fünf Jahren Arbeit bei foodwatch das Essen noch Spaß?

Thilo Bode: Mehr denn je. Ich bin Purist geworden, und ich schätze gute Rohstoffe.

Packt Sie angesichts von Gammelfleisch, dioxinverseuchter Fischleber oder Uran im Mineralwasser nicht manchmal der Ekel?

Für mich geht es weniger um Ekel als um die Verletzung von Bürgerrechten. Es gibt unterschiedliche Auffassungen darüber, was man sich beim Essen zumutet. Manchen ist es völlig egal, ob irgendwo Gift drin ist, anderen ist egal, wie fett etwas ist oder ob es mit Tiermehl hergestellt wurde. Aber wenn nur ein Teil der Verbraucher diese Dinge nicht will, dann muss es die Chance geben, sie zu vermeiden. Das ist momentan nicht der Fall. Wir haben nicht die Wahl, unsere Gesundheit schützen zu können.

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