T.C. Boyle

T.C. Boyle

„Nicht der Mensch ist die Krone der Schöpfung, sondern die Mikroben.“

Fotos:
  • Jamieson Fry
Leserbewertung:

Zur Person

11. Januar 2021, Santa Barbara. T.C. Boyle ist leicht genervt. Bei einem seiner langen Waldspaziergänge ist er kürzlich einer Zecke zum Opfer gefallen. Der Insektenbiss machte eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich, was dem Naturliebhaber schon aus Prinzip gegen den Strich geht. Und trotzdem hält die Erfahrung eine oder zwei Erkenntnisse bereit, die dem Schriftsteller in Quarantäne gefallen. Erstens: Die menschliche Vorstellung, sich die Natur untertan machen zu können, wird immer ein Irrglaube bleiben. Und zweitens: „Dieses Gespräch sollte eigentlich in einer Bar stattfinden.“

Mein Beileid für den Zeckenbiss, Mr. Boyle, und gute Besserung. Wie geht es Ihnen ansonsten?

Ich bin immer noch am Leben. Was so etwas wie ein Wunder ist, wenn man sich anschaut, was in diesem Land gerade passiert.

Was passiert denn bei Ihnen persönlich gerade?

Nicht viel, dank des Lockdowns hier in Kalifornien. Ich beginne meinen Tag mit E-Mails und Twitter, um mich sozusagen für meine Arbeit aufzuwärmen. Dann schreibe ich bis drei Uhr nachmittags. Dann gehe ich spazieren, in den Wald oder an den Strand, ganz coronakonform, ohne andere Menschen zu treffen. Abends kümmere ich mich dann um meine Frau, gucke mir einen Film an oder lese ein Buch am Kamin.

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