Serdar Somuncu

Serdar Somuncu

„Ich möchte, dass die Zuschauer einzig für mich kommen.“

Leserbewertung:

Zur Person

16. Juli 2019, Köln. Serdar Somuncu betritt das Bistro am Rande der Kölner Innenstadt mit misstrauischen Augen. „Können wir vielleicht den Raum wechseln und ins Nebenzimmer gehen?“, fragt er noch vor der Begrüßung. Der Raum wird gewechselt, der Nebenraum aufgesucht, kein Problem. Ob er Angst hat, beim Gespräch belauscht zu werden? „Angst nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach höher, zumal sich hier häufiger Leute mit sehr großen Ohren herumtreiben.“ Beim Gespräch schaut Somuncu seinem Gesprächspartner tief in die Augen, sucht bewusst den Blickkontakt des Gegenübers. Er spricht über seine Entwicklung als Künstler, definiert den Begriff der „Lanzisierung“ und erklärt das rauschhafte Element der Musik.

Herr Somuncu, wie viel Ihres Outputs entsteht aus einem inneren Auftrag heraus, wie viel ist Spaß?

Das kann ich gar nicht genau voneinander unterscheiden, da gibt es keine klare Trennlinie, es ist wie eine Einheit. Die Lust entsteht, weil es einen Auftrag gibt, und aus der Lust, etwas zu machen, kann auch ein innerer Auftrag entstehen.

Das heißt, wenn Sie Sachen machen würden, die Sie nicht erfüllen, wäre der Spaß weg?

Ich mache keine Sachen, die mich nicht erfüllen.

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