Katrin Bauerfeind

Katrin Bauerfeind

„Ich habe gerade spontan meinen Frieden mit mir gemacht.“

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  • Clemens Bilan / getty images
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Zur Person

19.10.2014, München. Katrin Bauerfeind hat Stil. Wir treffen uns in einem beschaulichen Straßencafe, sie trägt einen beigen Trenchcoat und rot lackierte Fingernägel und schafft es gleichzeitig wie der schöne weibliche Kumpel zu wirken, den man sich manchmal wünscht und selten findet. Man könnte sich vorstellen, dass sie unvermittelt sagt: „So und jetzt gehen wir einen heben!“ Tut sie natürlich nicht, denn sie ist ja ein Profi mit dem man unter anderem über Roger Willemsens Cordhosen, unerfüllte Träume und dreiste Interviewfragen reden kann. Und darüber, wieso Wolfgang Schäuble ihre Namen scheiße findet.

Frau Bauerfeind, wieso heißt es eigentlich so oft, dass die Frage, wen man am liebsten interviewen würde, unoriginell ist?

Nee, unoriginell ist die Frage nicht, aber sie ist schwer. Ich finde ja, dass die eigentliche Kunst darin besteht, dass jeder Interviewgast am Ende so einer ist, dass man sagt: Den wollte ich schon immer mal interviewen. Das klappt nicht immer, aber oft sind Menschen, von denen man glaubt, dass sie geil sind, gar nicht so geil.

Wen würden Sie gerne mal interviewen?

(überlegt) Sensationell fände ich ein Interview mit Angela Merkel. Das wäre eine Herausforderung, und ich hätte Lust, es zu probieren. Am besten wäre ein Abend an irgendeinem Tresen dieser Republik mit viel Bier oder Wein. Dann könnte es klappen.

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