Christian Berkel

Christian Berkel

„Freiheit ist anstrengend.“

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Zur Person

17. November 2018, Berlin. Die Tür schwingt auf. Christian Berkel betritt den Raum, ganz in existenzialistischem Schwarz gekleidet. Begrüßung. Bisous, Bisous, ein Hauch Frankreich weht aus der Berliner Kälte herein. Daran vermag selbst der grantige Kellner nichts zu ändern. Auf dem Tisch „Der Apfelbaum“, Berkels Debütroman. „Schießen wir los?“, frage ich. Berkel strahlt, fast kindlich. Man sieht ihn förmlich, dort oben, auf dem Baum seiner Kindheit.

Der Apfelbaum war als Kind Ihre Bühne. Sie saßen dort und schrien: „Alle Amerikaner haben einen riesengroßen Arsch.“ Was würden Sie heute herunterrufen?

(lacht). Ich würde mich heute dahingehend korrigieren, dass ich sage: „Das stimmt nicht! Nicht alle Amerikaner haben einen großen Arsch, aber ihr derzeitiger Präsident ist einer.

„Fürs Gewesene gibt der Jude nichts“ heißt es in Ihrem Roman. Wie halten Sie es mit der Vergangenheit?

Ein Satz meiner Mutter. Als Kind hab ich ihn interpretiert im Sinne von „Was war, ist nicht schlimm. Schwamm drüber!“ Gemeint ist er aber anders. Irgendwelche Erfolge, Leistungen, irgendetwas, was man gemacht hat im Leben, das reicht nicht. Es muss immer wieder etwas Neues her.

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