Paul Auster

Paul Auster

„Wenn man morgens aufwacht, besteht immer die Möglichkeit zu frühstücken.“

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Zur Person

02.10.2008, Stuttgart. Eine junge Frau mit Kinderwagen schaut zu, wie Paul Auster fotografiert wird. „I know you from the fotos in your books“, ruft sie ihm zu. Auf diesen Autorenfotos wirkt Auster meist grimmig, doch heute lacht er viel und macht sogar Witze. Im rechten Ellenbogen seines Pullovers ist ein Loch.

Mr. Auster, in Ihrem Buch „Mann im Dunkel“ denkt sich der Protagonist nachts Geschichten aus, weil er nicht schlafen kann. Er erfindet ein Amerika, das sich seit der Wahl im Jahr 2000 im Bürgerkrieg befindet. Halten Sie einen neuen Bürgerkrieg in den USA für möglich?

Paul Auster: Einen richtigen Krieg mit Waffen nicht. Aber wir befinden uns längst in einem Bürgerkrieg. Es ist ein Krieg, der nicht mit Kugeln, sondern mit Ideen und Worten ausgetragen wird. Wir sind ein geteiltes Land und die beiden Seiten können kaum miteinander kommunizieren. Wir haben keine gemeinsame Basis mehr.

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