Woody Harrelson
„Du bist ein Erfolg, wenn du glücklich bist.“
Zur Person
Woody Harrelson wurde am 23. Juli in Midland, Texas, geboren und wuchs bei seiner Mutter auf. Sein Vater wurde wegen zweifachen Mordes verurteilt und starb 2007 im Gefängnis. Bekannt wurde Harrelson durch die Fernsehserie „Cheers“ und feierte seinen ersten Kinoerfolg 1992 mit „Weiße Jungs bringen’s nicht.“ Zu seinen bekanntesten Filmen der 90er zählten Oliver Stones „Natural Born Killers“ und „Larry Flynt – die nackte Wahrheit“, für den er eine Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller erhielt. Zu seinen bekanntesten Filmen nach 2000 zählen „No Country for Old Men“, „Zombieland“, „The Messenger“, der ihm eine Oscarnominierung als bester Nebendarsteller einbrachte, „Die Unfassbaren“ sowie die „Tribute von Panem“-Serie, deren zweiter Teil im November 2013 in die Kinos kam. In seinem Engagement als Ökoaktivist reiste er unter anderem mit Fahrrad und Hanfdiesel-betriebenem Wohnmobil die amerikanische Westküste herunter – dokumentiert in dem Film „Go Further“. Harrelson ist in zweiter Ehe mit seiner ehemaligen Assistentin Laura Louie verheiratet, mit der er drei Töchter hat – 20, 17 und 7.
25.11.2013, Hawaii. Nach verschiedenen persönlichen Treffen findet dieses Gespräch mit Woody Harrelson übers Telefon statt. Der Schauspieler wirkt extrem gemütlich und entspannt. Das mag daran liegen, dass er sich an seinem Lieblingsort aufhält, seinem Heim auf Maui. Aber wer den 52-Jährigen kennt, weiß, dass er nur zu gerne an einem Joint zieht. Was ihn nicht hindert, abwechslungsreich und konzentriert zu erzählen.
Momentan feiern Sie große Erfolge mit den Verfilmungen der „Tribute von Panem“-Bücher, in denen Ihre Figur gegen ein totalitäres Regime aufbegehrt. Können Sie sich mit der Botschaft dieser Geschichte identifizieren?
Woody Harrelson: Absolut. Die autoritäre Gesellschaft, in der dieses Szenario angesiedelt ist, hat durchaus Gemeinsamkeiten mit unserer. Und der Film setzt sich mit dieser Thematik auf sehr clevere Weise auseinander. Ich kannte die Romane gar nicht; auf das Projekt wurde ich nur durch den Regisseur des ersten Teils aufmerksam. Aber als ich sie gelesen habe, war ich begeistert – was auch für den Rest meiner Familie gilt.
Inwieweit sehen Sie Parallelen zwischen dieser gewalttätigen Antiutopie und unserer realen Welt? Immerhin ist in den USA mit Obama ein Demokrat an der Macht.
Ich hatte ja auch meine Hoffnungen, als er ins Amt gewählt wurde. Aber mir wurde inzwischen klar, dass du das nur schaffst, wenn du den Ring küsst.