Sven Väth

Sven Väth

„So lange der Sound läuft, läuft mein Motor.“

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Zur Person

21.04.2004, Hamburg, Hyatt Hotel. Aktuell hat der deutsche Techno-Papst wieder eine komische Frisur-Phase: Die Seiten fast kahl rasiert, das Deckhaar lose nach hinten gekämmt, dient der Haarschnitt im Kontrast zu den Designer-Jeans und dem weißen Oberhemd als einziges Merkmal, dass es sich hier nicht um einen gewöhnlichen Geschäftsmann handelt. Bei grünem Tee taut Väth schnell auf – „macht Spaß, mal ein Interview zu führen, wo es nicht zuerst um Techno geht, sondern um mich“, sagt er zwischendurch.

Herr Väth, es gibt viele Umschreibungen für Ihre Person: der ultimative Partylöwe, der einzige wirklic globale Popstar Deutschlands, bizarrer Paradiesvogel, der letzte Romantiker des Techno-Zeitalters. Welche ist Ihnen am sympathischsten?

Sven Väth: Lassen wir sie mal alle gelten. (lacht) Auch Begriffe wie ‚Techno-Papst’ oder ‚Digital-Schamane’ entstehen irgendwann, und dann sind sie eben da. Ich verfolge meinen Weg und anscheinend ist das für viele Leute Grund genug, mir so viel Respekt zu zollen, dass man sich diese Titel ausdenkt.

Gab es Skurrilitäten, bei denen Sie gesagt haben: Hier erkenne ich mich überhaupt nicht wieder?

Wenn es nach öffentlichen Berichten geht, bin ich schon gestorben, habe ich Aids, ist mir ein Arm abgefallen, bin ich in Goa unwiederbringlich auf Acid hängen geblieben und so weiter. Ertrunken bin ich auch schon. Letztes Jahr meldete zum Beispiel RTL, ich sei auf Ibiza gestorben. Ich stand dort im ‚Space’-Club, und plötzlich kamen Jugendliche heulend auf mich zu und meinten: „Bist du’s, Sven? Wir haben gehört, du bist tot!“ Ich stand da nur und dachte: Mein Gott!

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