Juliana Buhring

Juliana Buhring

„Ich gebe meinen Fahrrädern Namen und spreche auch mit ihnen.“

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Zur Person

04.07.2017, Sorrento. Die Ultra-Cyclistin Juliana Buhring hat ihre Tagesausfahrt schon hinter sich, mit 40 Kilometern rund um ihre süditalienische Wahlheimat fiel sie an diesem Tag ungewöhnlich kurz aus. Aber die Tour hatte es in sich: Drei Berge lagen auf der Strecke, jeder mit einer Steigung von zehn bis 15 Prozent, gestreckt auf bis zu sieben Kilometer. Nun nimmt sich die 36-Jährige Zeit, um via Skype über ihre emotionale Beziehung zu ihren Rädern, ihre therapeutische Rekordfahrt um den Globus und die Notwendigkeit des Schmerzes zu reden. Teil ihrer beinahe unglaublichen Geschichte sind auch eine Kindheit in einer Sekte und der Tod zweier ihr sehr nahestehender Menschen.

Frau Buhring, fällt es Ihnen schwer, stillzusitzen?

Sie werden überrascht sein, das fällt mir gar nicht so schwer. Ich meditiere regelmäßig, da verbringe ich viel Zeit im Sitzen. Ich bin keineswegs hyperaktiv, aber ich muss mindestens einmal am Tag auf mein Fahrrad steigen, Kayak fahren oder Gewichte heben, sonst funktioniert mein Gehirn nicht richtig. Aber eine Weile stillzusitzen ist kein Problem.

Das heißt, wenn Sie zwischen einer zweiwöchigen Fahrradtour durch die Alpen und zwei Wochen Strandurlaub wählen müssten, fiele Ihnen eine Entscheidung nicht schwer?

Strandurlaub ist todlangweilig. Was soll ich denn da den ganzen Tag machen? Nein, nein, ohne Frage, ich nehme die Tour durch die Alpen.

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