12.09. | Album der Woche: Twenty One Pilots • Breach
Warner · 12. September
Foto: Fabien Kruszelnicki
Mit Breach veröffentlichen Twenty One Pilots ihr wohl ambitioniertestes Werk – und schließen zugleich ein über zehn Jahre laufendes Kapitel ihrer Bandgeschichte ab. Das Grammy-prämierte Duo Tyler Joseph und Josh Dun führt darin die Saga um den fiktiven Kontinent Trench und die düstere Stadt Dema zu einem Finale, auf das ihre Fans seit Blurryface (2015) hingefiebert haben.
Der Opener „City Walls“ bildet dabei nicht nur den musikalischen Auftakt, sondern auch das visuelle Herzstück: Das fast zehnminütige Video, inszeniert von Regisseur Jensen Noen, knüpft direkt an „Paladin Strait“ vom Vorgänger Clancy an und entfaltet einen cineastischen Showdown, der Clancys Schicksal besiegelt – und dennoch Raum für neue Interpretationen lässt.
Musikalisch balanciert Breach den typischen Hybrid aus Alternative, Pop und elektronischen Elementen mit frischen Akzenten. Bereits die Vorabsingles machten das deutlich: „The Contract“ avancierte zur größten Songpremiere der Bandkarriere, stieg direkt auf Platz 1 der US-Alternative-Charts und brachte eine MTV-VMA-Nominierung ein, während „Drum Show“ von BBC Radio 1 zum „Hottest Record“ gekürt wurde – und obendrein Josh Duns erste Gesangspassagen enthält.
Parallel zum Albumstart beginnt auch die gigantische „THE CLANCY TOUR: BREACH 2025“, die mit einem ausverkauften Heimspiel in Cincinnati eröffnet und über 20 Stadiontermine quer durch Nordamerika führt. Damit untermauern Twenty One Pilots ihren Status als globales Phänomen, das längst Stadien füllt, Milliarden Streams generiert – und zu den wenigen Acts zählt, die mehrfach Diamond-Auszeichnungen der RIAA erhalten haben.
Für die Band markiert Breach das Ende einer Ära – und vielleicht schon den Anfang einer neuen.

Twenty One Pilots
Breach
Warner Music • 12. September
Lars Backhaus