1.5. | Album der Woche: Joe Jackson • Hope And Fury

1.5. | Album der Woche - Joe Jackson • Hope And Fury

Weil Joe Jackson auf seinem Album in verschiedene Genres hineinschnuppert, präferiert sein Label die Kategorie Bicoastal Latin-Jazz-Funk-Rock für seine Musik. Auf jeden Fall hatte der Brite ein ganz klares Ziel vor Augen, als er an »Hope And Fury« zu werkeln begann. Er wollte Latin-Einflüsse und Perkussion in seine Musik zurückholen. Das hört man bereits dem Opener »Welcome to Burning-by-Sea« an. Er erzählt nicht nur von einer fiktiven Stadt, für die Brighton und Portsmouth Pate gestanden haben, sondern nimmt den englischen Mikrokosmos unter die Lupe. »I’m Not Sorry« ist gekoppelt an Sarkasmus und plädiert dafür, sich von der Meinung anderer freizustrampeln und sich nicht für alles zu entschuldigen. Ein Mix aus Pop und rockigen Gitarren kennzeichnet »Made God Laugh«. »End of the Pier« beweist, wie gut sich Joe Jackson auf Midtempo-Songs versteht. Inhaltlich liegt der Fokus darauf, das Leben der britischen Arbeiterklasse 1922 und 2022 nebeneinanderzustellen. Eine clevere Analyse, ein tolles Album.

Dagmar Leischow


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