Thorsten Havener

Thorsten Havener

„Geheimnisse sind eine Bedingung für echte Freiheit.“

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Zur Person

28. Januar 2019, Hamburg. An Thorsten Havener, einem der erfolgreichsten Gedankenleser und Mentalisten in Deutschland, wirkt nichts düster oder gekünstelt. Man könnte ihn sich auch als netten Therapeuten vorstellen, auf dessen Couch man viel mehr von sich preisgibt, als man eigentlich wollte. Auf der Bühne leitet Havener aus der Körpersprache der Besucher ab, was sie gerade denken – und verblüfft damit sein Publikum. Als Buchautor hat er sich dem Phänomen des Geheimnisses gewidmet. Während Havener spricht, sitzt er stets in kerzengerader Körperhaltung. Er gönnt sich längere Denkpausen, wenn er selbstkritisch zurückblickt, gestikuliert lebhaft, wenn er ein Thema wie die Bedrohung der Geheimnisse durch die sozialen Medien durchdringen möchte.

Herr Havener, wenn über Sie geschrieben wird, dann heißt es abwechselnd, Sie seien ein Magier, Mentalist, Illusionist, Gedankenleser oder menschlicher Lügendetektor. Was möchten Sie auf gar keinen Fall sein?

Wahrsager oder Medium. Es gibt zwar bis heute Menschen, die mir übersinnliche Fähigkeiten unterstellen. Ganz einfach, weil sie sich nicht erklären können, wie etwa eine Suggestion oder der eine oder andere Zaubertrick funktionieren. Ich mache das mittlerweile aber schon so lange und habe immer wieder öffentlich betont, dass das, was ich tue, nichts mit Übersinnlichkeit zu tun hat, dass nur noch die wenigsten mich damit in Verbindung bringen.

Was machen Sie denn beruflich?

Das ist eine berechtigte Frage. Es kommt immer darauf an, wann ich gefragt werde. Wenn ich gerade auf Tournee bin, dann sage ich, dass ich ein Entertainer bin, der eine Mischung aus Illusion, Körpersprache und Mentalstrategie auf die Bühne bringt. Wenn ich ein Buch herausbringe, dann sage ich voller Stolz, dass ich ein Sachbuch-Autor bin. Und wenn ich als Redner für Seminare gebucht werde, dann sage ich, dass ich Erlebnisvorträge halte, die sich mit Wahrnehmungspsychologie, Intuition und nonverbaler Kommunikation beschäftigen. Müsste ich meinen Beruf auf eine Bezeichnung reduzieren, dann würde ich mich auf „psychologischer Unterhalter“ festlegen.

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