Thees Uhlmann

Thees Uhlmann

„Nichts ist im Moment gut, absolut gar nichts.“

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Zur Person

11. September 2019, Berlin. Nach einem vollen Interviewtag lädt uns der Musiker und Romanautor zum Feierabendbier in seine Wohnung in Prenzlauer Berg ein. Er freue sich auf das Gespräch, sagt er – und überspielt gekonnt die kurz sichtbare Enttäuschung darüber, dass wir leider kein Bier mögen: „Na, dann trink ich jetzt eben alleine Bier und rauche dazu wie ein Schlot.“ Dass das gut funktioniert, zeigen die Flaschen, die nach dem Interview geleert zwischen uns stehen.

Herr Uhlmann, Ihr Comeback-Song nach längerer Pause trägt den Titel „Fünf Jahre nicht gesungen“. Das ist eine lange Zeit…

… ja, und deshalb wollte ich den Leuten gleich mal erklären, warum sie lange auf was Neues warten mussten. Ich wollte ihnen gleich zu Beginn ehrlich sagen: „Sorry Leute, es tut mir schrecklich leid, ich wünschte mir ja auch, dass ich im Jahresrhythmus neue Geniestreiche abliefere, so wie das auch viele meiner Helden tun. Aber mein Leben ist anders, der Musiker in mir funktioniert anders – und deshalb dauert das eben alles so lange bei mir.“

Ihr Album erscheint am 20. September, also am letzten Tag des Sommers. Passt gut, denn Sie sind schon ein Herbst-Typ, oder?

Ich gebe zu, dass manche meiner Songs und wie ich darin mit Themen umgehe diese Vermutung nahelegen, aber tatsächlich ist sie falsch. Denn ich sage Ihnen: Wenn im Frühling die Krokusse rauskommen und kurz darauf die anderen Blumen, wenn man dabei zusehen kann, wie in der Welt ein neues Jahr entsteht – das finde ich wunderbar. Von daher bin ich sowas von ein Frühlings-Typ, das glauben Sie gar nicht! (lacht)

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