Svenja Flaßpöhler

Svenja Flaßpöhler

„Der Schmerz muss seinen Weg in die Welt finden.“

Fotos:
  • Meike Kenn
Leserbewertung:

Zur Person

17. September 2021, Berlin. Wer stört? Bis jetzt niemand. So darf der Tag gerne weitergehen. Svenja Flaßpöhler lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, aber das mag, sagt sie, auch mit dem Lebensabschnitt zu tun haben. Ist sie sensibel? „Eher resilient“, antwortet die Philosophin. Vor einigen Jahren hat sie ein Plädoyer geschrieben: Frauen, ermächtigt euch, anstatt euch auf die Opferposition zu fixieren – „Die potente Frau“ wurde ein Bestseller. Viele warfen ihr Härte vor, was für sie der Anlass war, das Verhältnis von Sensibilität und Resilienz in ihrem jüngsten Buch neu zu durchdenken. Steht beides wirklich in einem Gegensatz, oder hängen Empfindlichkeit und Widerstandskraft tief zusammen? Dabei ist Svenja Flaßpöhler ein lebender Beweis für „Mens sana in corpore sano“, also den gesunden Geist in einem gesunden Körper: Bevor wir ins Philosophische einsteigen, war sie bereits joggen.

Svenja Flaßpöhler, zehn Uhr morgens, der Tag ist noch jung. Wie ist er bisher verlaufen?

Es war ziemlich viel los, weil mein Mann gerade mit Freunden in den Karpaten wandert und ich allein mit den Kindern bin. Nachdem die beiden los zur Schule sind, bin ich ein Stündchen durch den Park gejoggt. Seit neun Uhr sitze ich am Schreibtisch.

Ohne Kränkung, ohne Störung?

Bisher lief es ganz geschmeidig.

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