Stefanie Reinsperger

Stefanie Reinsperger

„Ich habe sehr große Lust auf Selbstüberforderung.“

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  • Rafaela Pröll
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Zur Person

22. Januar 2026, Wien. „IPAD 3“ erscheint namentlich im Zoom-Fenster. Zu sehen ist eine gut gelaunte Stefanie Reinsperger, die es sich mit ihrem Tablet in ihrer Wohnung gemütlich gemacht hat. Heute ist einer der wenigen freien Tage der Schauspielerin. Acht verschiedene Stücke in zwei Städten spielt sie zurzeit, fast täglich stehen intensive Proben oder Vorstellungen auf dem Programm. Kaum ist die erste Frage gestellt, sprudelt es aus ihr heraus, das Lächeln verschwindet dabei nie so ganz aus dem Gesicht. Es geht um das Hineinspüren in den eigenen Körper und dessen Ausnahmezustände, das Ensemble-Prinzip im Theater und um eine Emotion, die Stefanie Reinsperger besonders am Herzen liegt: die Wut. Wer sie als Kommissarin Rosa Herzog aus dem Dortmunder Tatort kennt, mag überrascht sein, wie gekonnt sie ihren durchaus vorhandenen österreichischen Dialekt in dieser Rolle, in der sie bald zum letzten Mal zu sehen sein wird, zu verbergen weiß.

Stefanie Reinsperger, wo beginnt eine Rolle für Sie: im Kopf, in der Sprache oder im Körper?

Im Herzen. (lacht)

Im Herzen?

Ja, so als Grundgefühl. Ich brauche einen emotionalen, liebevollen Blick auf meine Figur. Auch wenn ich schreckliche Figuren spiele, muss ich mich in irgendwas an ihnen verlieben können. Ich frage mich: Wo spüre ich diese Figur? Ist das eine Figur, die sehr im Kopf ist? Oder ist sie eher im rechten Ellbogen zu Hause oder im Bauch?

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