Peter Wohlleben

Peter Wohlleben

„Geht in den Wald, macht ordentlich Krach!“

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Zur Person

19. Oktober 2018, Wershofen in der Eifel. Er rufe an, hat Beatrice Braken-Gülke, seine Ansprechpartnerin vom Verlag, gesagt. Sie müsse ihn ein wenig schützen. Peter Wohlleben hatte 2009 ein Burn-out erlitten, vor zwei Jahren geriet sein Herz aus dem Takt. Um genau 10 Uhr vibriert das Telefon. Sofort bricht Wohllebens rheinische Frohnatur durch: Seine Stimme ist voll Singsang, Zuversicht und Humor. Er hat bis zum nächsten Termin eine Stunde Zeit. Er gibt sich gelassen, trinkt Kaffee und erklärt Wald, Wildschwein und Wolf. Im Hintergrund schlägt viertelstündlich eine Standuhr dunkel die Zeit. Das gibt Orientierung.

Herr Wohlleben, heute Morgen schon im Wald gewesen?

Ja, klar. Ich wohne im Wald.

Und? Wie geht es ihm? Was gibt er von sich?

Der bereitet sich auf den Winterschlaf vor. Das ist analog zu den Bären zu sehen, der Wald hat sich die ganze Zeit mit Zucker vollgepumpt, um über den Winter zu kommen. Die Bäume sind ja dann nicht tot, die schlafen. Der Organismus arbeitet weiter, Zucker wird verbraucht, ohne dass neuer gebildet wird. So atmet der Wald jetzt im Winter auch nur noch CO2 aus, keinen Sauerstoff mehr.

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