Mickey Rourke

Mickey Rourke

„Nur Gott darf mir mitteilen, wenn ich wirklich mit der Welt fertig bin.“

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  • Michael Buckner
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Zur Person

26.10.2008, London. Mickey Rourke ist zu Gast beim Filmfestival, wo sein Film „The Wrestler“ für Aufsehen und beeindruckte Kritiker sorgt. Jahrelang hat ihn das schillernde Filmbusiness verschmäht; der Hollywood-Superstar der Achtziger galt als als Gefallener. Doch jetzt stolziert Rourke wieder: Auffällig gekleidet und entschlossen ehrlich spricht er über äußere und innere Verletzungen – und über das Leben eines Schauspielers, der ganz unten angekommen war.

Mr. Rourke, Sie waren als Teenager ein hoffnungsvolles Boxtalent und bestritten Anfang der Neunziger noch einmal eine Reihe von Profikämpfen. Wie haben Sie nun Ihr filmisches Comeback im Ring erlebt?

Mickey Rourke: Hey, Sie verwechseln da etwas: Wrestling hat nicht im Geringsten etwas mit Boxen zu tun. Das ist so, als würde man Rugby und Tischtennis miteinander vergleichen. Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe: Boxen ist eine Sportart – Wrestling ist Entertainment.

Wussten Sie vor den Dreharbeiten etwas über die Wrestling-Szene?

Was ich verdammt noch mal nicht wusste, ist, dass man – obwohl alles nur Show ist – echte Verletzungen davontragen kann. Zum Beispiel, wenn die Inszenierung vorsieht, dass dein riesiger Gegner dich durch den Ring zu schleudern hat. Während der ersten zwei Monate Training musste ich ein halbes Dutzend mal ins Krankenhaus. Das Knie war verdreht, der Nacken draußen, der Rücken auch. Ich dachte nur noch: Scheiße, das hier ist kein Spaß!

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