Mel C.
„Raves waren das Woodstock meiner Generation.“
Zur Person
Melanie Jayne Chisholm wurde am 12. Januar 1974 in der Nähe von Liverpool geboren. Schon im Teenager-Alter wusste sie, dass sie vor allem tanzen wollte. Sie studierte am Bird College of Performing Arts Tanz, Gesang, Schauspiel und Musiktheater. Im März 1994 nahm sie an einem offenen Casting in London teil, aus dem die Spice Girls hervorgingen. So wurde sie zu Mel C oder Sporty Spice, weil ihre Rolle die toughe Engländerin im Trainingsanzug war. Nach dem offiziellen Ende der Band 2001 startete sie eine Solokarriere, die es auf mittlerweile neun Alben bringt. Songs wie „Never Be The Same Again“, „I Turn To You“ oder „First Day Of My Life“ waren Dauergast in deutschen Radio-Playlists. Seit einigen Jahren ist Melanie C auch als DJ unterwegs, wobei sie vor allem House, Disco und Dance-Pop auflegt.
13. März 2026, Sydney. Melanie Jayne Chisholm aka Mel oder Melanie C aka Sporty Spice kennt man vor allem aus ihrer Zeit bei den Spice Girls. Was ein bisschen unfair ist, hat sie doch seit dem Ende der Girlgroup eine eindrucksvolle Solokarriere hingelegt und allein mehr als 30 Millionen Platten verkauft. Seit einigen Jahren ist Mel C außerdem erfolgreich als DJ unterwegs, die schon von den beliebtesten Clubs auf der Party-Insel Ibiza engagiert wurde. Mit ihrem neuen Album „Sweat“ verbindet sie Pop und Dance und schlägt damit eine Brücke in ihre Jugend: Bevor sie 1994 an einem Casting teilnahm, das sie zu den Spice Girls führte, war sie ein echtes Rave-Girl.
Melanie C, Ihr neues Album „Sweat“ reiht sich ein in viele tanzbare Platten, die in diesen Tagen erscheinen, zum Beispiel von Kolleginnen wie Robyn oder Jessie Ware. War dieses Dance-Revival für Sie der Grund, ebenfalls stärker in diese Richtung zu gehen?
Das hat sich bei mir schon länger angebahnt. Vor etwa acht Jahren habe ich mit dem DJing angefangen, und schon auf meinen letzten zwei Alben wurden die Songs spürbar elektronischer. Diese Version von mir, die man jetzt auf „Sweat“ hört, wirkt von außen vielleicht gewagt, aber ich empfinde es anders. Für mich ist es exakt der Sound, den ich erreichen wollte. Ich hatte im letzten Jahr wahrscheinlich genauso viele DJ-Auftritte wie Gigs mit meiner Band. Es ist für mich daher logisch, diese beiden Welten zusammenzubringen.
Haben Sie als Pop-Künstlerin vor diesem Eintritt in ein anderes Genre dennoch gezögert?
Doch, schon. Ich wusste anfangs nicht, ob ich den Sprung in Richtung House wagen könnte, ohne Songs zu schreiben, wie ich es aus dem Pop gewohnt bin. Und das, obwohl ich nun schon lange als DJ arbeite, wodurch sich meine Perspektive auf diese Art von Musik völlig verändert hat. Ich weiß jetzt viel mehr über die Struktur von Dance-Songs und wie sie sich auf die Tanzfläche auswirkt. Es war eine interessante Reise und ich habe das Gefühl, dieses Album kommt jetzt für mich genau zum richtigen Zeitpunkt.