Matthias Brandt

Matthias Brandt

„Ich muss es anders machen als bisher.“

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  • Thomas Dashuber
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Zur Person

Matthias Brandt (geb. 1961 in West-Berlin als jüngster von drei Söhnen des früheren deutschen Bundeskanzlers Willy Brandt und dessen Frau Rut Hansen) ist Schauspieler, Hörbuchsprecher und Autor und für seine Arbeit vielfach geehrt worden. Er studierte Schauspiel in Hannover und spielte ab 1985 an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen. Einem breiten Fernseh-Publikum wurde er als Kommissar Hanns von Meuffels in „Polizeiruf 110“ bekannt, den er von 2011 bis 2018 spielte. Seither hat er in etwa 100 Film-Produktionen mitgewirkt. Auch als Autor hat sich Brandt einen Namen gemacht: Nach den autobiografischen Erzählungen „Raumpatrouille“ (2016) und dem Coming-of-Age-Roman „Blackbird“ (2019) erschien im März 2026 sein Essay „Nein sagen“, der ebenfalls zum Bestseller wurde. Brandt lebt mit seiner Familie in Berlin.

30. Juni 2026, München. Der Schauspieler Matthias Brandt passt mit seiner trockenen, unaufgeregten Art akut so gar nicht ins trubelige Hotel Bayerischer Hof, das während des Filmfests München noch mehr als ohnehin schon zum Hotspot wird. Er ist hier, um seinen neuen Film »Eine Nacht in Bangkok« vorzustellen, und hat an diesem Vormittag schon einen kleinen Presse-Marathon absolviert. Für unser rund einstündiges Gespräch lässt er sich auf einem Sofa in einem einigermaßen ruhigen Nebenraum des Foyers nieder. Brandt ist niemand, der großes Aufheben um seinen Beruf oder sich selbst macht. Trotzdem ist ihm eine klare Haltung wichtig – gerade wenn es um die politischen Entwicklungen in Deutschland geht. Ein Thema, zu dem er sich lange nicht äußern wollte.

Matthias Brandt, sind Sie jemand, der leicht Vertrauen zu anderen fasst?

Ich glaube nicht, nein. Das geht nicht unbedingt automatisch oder besonders schnell, zunächst muss der eine oder andere Vorbehalt überwunden werden. Wenn ich aber erst einmal Vertrauen gefasst habe, dann so richtig.

Was ist für Sie die Grundlage von Vertrauen?

Das Gegenüber muss mir nicht unbedingt wohlgesonnen sein, aber zumindest nicht übel mitspielen wollen. (lacht) Das ist natürlich nicht immer so. Es gibt verschiedene Abstufungen von Vertrauen, je nachdem, wie eng man mit einem Menschen ist. Da müsste man differenzieren.

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