Matthias Brandt

Matthias Brandt

„Fußball war ein Bereich, den ich daheim mit niemandem teilen musste.“

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Zur Person

05.09.2007, Potsdam-Babelsberg. Drei Männer kehren im Stadion des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 Konfettischnipsel zusammen, während sich der Schauspieler Matthias Brandt für den Fotografen in Positur bringt. Damit, dass er immer auch als Sohn eines berühmten Vaters vor dem Mikrofon sitzt, hat er sich inzwischen arrangiert.

Herr Brandt, es war Ihr ausdrücklicher Wunsch, dass wir uns hier auf dem Gelände des SV Babelsberg 03 treffen. Aber Sie sind doch eigentlich glühender Werder Bremen-Fan, oder?

Matthias Brandt: Der pragmatische Grund ist natürlich, dass ich mit dem Fahrrad erheblich leichter nach Babelsberg komme als nach Bremen. (lacht) Ich bin hier mal zufällig vorbei gekommen und fand diese Sportstätte mit dem für uns Westmenschen noch immer etwas befremdlichen Namen Karl-Liebknecht-Stadion irgendwie sympathisch. Aus der Ferne konnte man ein Spiel mit vielleicht 300, 400 Zuschauern hören, und als ich reinging, mochte ich die auffallend angenehme, unaggressive Atmosphäre. (überlegt) Aber eigentlich bleibe ich an jedem Fußballplatz stehen, selbst wenn es nur Freizeitkicker sind.

Fahren Sie tatsächlich hin und wieder hier raus, um sich oft nur durchschnittliche Drittliga-Partien anzutun?

Sofern es mir zeitlich möglich ist. Ich verfolge durchaus, was die so treiben. Natürlich bin ich als Mitglied eines anderen Vereins immer ein bisschen befangen. Zu Bremens Heimspielen fahre ich aber auch regelmäßig, klar. Logistisch müsste ich Herthaner sein, aber so funktioniert Fußball nun einmal nicht.

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