Lars Eidinger

Lars Eidinger

„Der Mensch ist fehlerhaft, das macht ihn zum Menschen.“

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Zur Person

6. Juli 2018, Berlin. Aus einem erst vor wenigen Monaten stattgefundenen, anderen Gespräch weiß man: Je weniger man Lars Eidinger fragt, sondern einfach mit Gedanken konfrontiert, umso mehr kann das Gespräch ins Fliegen geraten. Entsprechend liegen die Fragen schon nach fünf Minuten an der Seite, stattdessen rückt man sich immer näher, physisch wie gedanklich – mit teils erstaunlichen Einblicken in eine komplexe Psyche und Gedankenwelt. Jene kennt kaum Grenzen und kann oft in wenigen Worten vom Globalen ins ganz Intime, von Shakespeare zu Kanye West und von Yves Klein zur deutschen Nationalmannschaft schießen. Ein phasenweise unerwartet philosophischer Exkurs ganz im Sinne von John Irvings GALORE-Credo: „Ein gutes Gespräch kennt seinen Weg.“

Herr Eidinger, in Ihrem Film „Mackie Messer“ spielen Sie die Hauptrolle des Bertolt Brecht, seine sämtliche Aussagen im Film bestehen aus zusammengeschnittenen Original-Zitaten. Manchmal hatte ich den Eindruck: Das könnte Lars Eidinger exakt genau so gesagt haben.

Ja, stimmt. Das habe ich auch oft gedacht.

Da ist zum Beispiel „Der Film braucht die Kunst.“

Okay... Das wäre jetzt nicht das erste gewesen, das mir eingefallen wäre.

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