Kim Wilde

Kim Wilde

„Ich war in den 80ern dabei, erinnere mich aber trotzdem.“

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Zur Person

02. Februar 2018, Berlin. Kim Wilde sitzt auf dem Sofa ihres Hotelzimmers und mustert die soeben eingetroffene Vinyl-Box ihres neuen Albums. Das Cover ist im Retro-Look von Science-Fiction-Comics aus den 50er-Jahren gehalten, die 57-jährige Sängerin freut sich über das satte Blau der Farben – sowie über die Tatsache, dass das Album überhaupt existiert. Schließlich sei sie weiterhin auf der Suche nach der perfekten Pop-Platte. In den 80er-Jahren war die Britin ein Superstar, sie erzählt gerne von dieser Dekade, aber auch über eine beschwipste Zugfahrt mit Folgen sowie eine Ufo-Sichtung im eigenen Garten.

Mrs. Wilde, hier in Berlin liegen noch immer Blumen vor dem Haus, in dem David Bowie seinerzeit gelebt hat. Sie sind 1990 mit ihm getourt – Sie als Popstar, er als Rock-Ikone. Eine ungewöhnliche Kombination, oder?

Da es sich damals um seine Greatest Hits-Tournee handelte, passte das besser zusammen, als man annehmen könnte. Für mich persönlich war es eine unglaubliche Erfahrung. Ich war immer ein riesiger Bowie-Fan, habe sein Album „Hunky Dory“ rauf und runter gehört, dazu natürlich die Nummern, die im Radio liefen.

Welchen Eindruck bekamen Sie von ihm während der gemeinsamen Tour?

Ich habe ihn als einen sehr zugänglichen und bodenständigen Menschen wahrgenommen. Er hinterließ mir Blumen in meiner Garderobe, wünschte mir alles Gute vor dem Auftritt. Sehr charmant. Aber natürlich war er ein Megastar, kein Mensch, der auf Knopfdruck verfügbar ist. Zu dieser Zeit hatte er sich zudem in seine zukünftige Frau Iman verliebt, er war also etwas beschäftigt.

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