Joachim Król

Joachim Król

„Ich fühle geradezu eine Verpflichtung, jeden Tag zu genießen.“

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Zur Person

03.05.2017, Köln. Eigentlich sei er für diesen Termin nicht wirklich bereit, offenbart Joachim Król zu Beginn des Gesprächs im Hotel Savoy. Ihn beschäftige ein neues Projekt, zu dem am Nachmittag in Berlin eine Entscheidung fallen werde. Kurz erweckt Król den Eindruck, als wolle er die Stunden bis dahin lieber ungestört verbringen. Im Laufe des Gesprächs beginnt er, über sein Leben zu reflektieren: Wie aus ihm, dem Sohn eines Bergmanns im Ruhrgebiet, der Schauspieler wurde, der Ehemann und Vater. Er spricht über magische Momente in Venedig und Begegnungen, die er gerne intensiviert hätte.

Herr Król, im März gestalteten Sie einen Abend zu Ehren von Roger Willemsen. Wie gut kannten Sie ihn?

Wir sind uns einige Mal begegnet, ich habe Veranstaltungen unter seiner Regie gemacht. Jedoch ist es nie dazu gekommen, dass wir uns näher kennengelernt haben. Das bedauere ich sehr.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie von seinem Tod hörten?

Ich war traurig. Eine markante und wichtige Stimme ist verstummt. Manchmal sagt man sich ja: „Ach, was für eine nette Begegnung, was für ein schönes Gespräch, das würde ich gerne noch vertiefen, aber wir haben ja noch so viel Zeit.“ Hatten wir dann leider nicht mehr, und nachdem Roger Willemsen gestorben war, erkannte ich, dass ich etwas Wichtiges verpasst habe. Dieses Gefühl begleitet mich bis heute.

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