Jella Haase

Jella Haase

„Jede Sekunde wird eine Kindesmissbrauchsdarstellung im Internet hochgeladen.“

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Zur Person

Jella Haase, geboren am 26. Oktober 1992 in Berlin, stand bereits als Jugendliche vor der Kamera und zählt zu den prägnantesten Schauspielerinnen des deutschen Kinos. Einem breiten Publikum wurde sie ab 2013 als Chantal in der erfolgreichen „Fack ju Göhte“-Reihe bekannt, zu der später die Spin-Off-Komödie „Chantal im Märchenland“ (2024) folgte. Seither hat Haase in anspruchsvollen Arthouse-Produktionen, Serien-Hits und großen Mainstream-Filmen mitgewirkt und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis, dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis. Zuletzt überzeugte sie auch international in der Netflix-Serie „Kleo“. In diesem Herbst wird sie neben „Gentle Monster“ noch in „Der perfekte Urlaub“ (ab 22. Oktober), der Fortsetzung des Komödien-Hits „Das perfekte Geheimnis“, zu sehen sein. Aktuell steht sie als Hauptdarstellerin für die ARD-Neuverfilmung von „Die Päpstin“ als Serie vor der Kamera. Haases Hauptwohnsitz ist weiterhin in Berlin.

1. Juli 2026, München. Die erste Halbzeit ist geschafft, nicht nur im Jahr 2026, sondern auch beim Filmfest München, für das Jella Haase aus Berlin angereist ist. Mit Marie Kreutzer zu drehen, war ein lang gehegter Wunsch der Schauspielerin. Nun ist er in Erfüllung gegangen: In „Gentle Monster“ spielt sie neben Stars wie Catherine Deneuve und Léa Seydoux Sonderermittlerin Elsa, die einem Familienvater auf der Spur ist, auf dessen Computer kinderpornographische Inhalte entdeckt wurden. Keine leichte Kost. Beim Gespräch im Hotel Bayerischer Hof erklärt die 33-Jährige, zu welchen Fragen und Erkenntnissen die Arbeit an dem Film geführt hat, hält ein flammendes Plädoyer für sogenannten Fotzenrap und reflektiert den Umgang mit Ambivalenzen.

Jella Haase, Sie sagen, „Gentle Monster“ sei eine Art Augenöffner für Sie gewesen. Wofür?

Für die Dimension des Missbrauchs an Kindern und der Missbrauchsdarstellungen, die kursieren. Dass es so ein Riesenproblem gibt, wurde mir erst durch die Recherche bewusst.

Was hat Sie besonders schockiert?

Diese Alltäglichkeit des Abgrunds. Es gibt Statistiken, die zeigen, wie weit verbreitet das ist. Ein bis zwei Kinder pro Schulklasse erfahren eine Art von Missbrauch. Jede Sekunde wird eine Kindesmissbrauchsdarstellung im Internet hochgeladen – weltweit.

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