Heinz Rudolf Kunze

Heinz Rudolf Kunze

„Wenn man mich nach Moskau einladen würde – gern!“

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Zur Person

16.02.2015, Berlin. Heinz Rudolf Kunze kommt nach einer vermaledeiten Anreise verspätet und genervt am Interviewort, dem Gibson-Showroom in Berlin-Mitte, an. Zur Entspannung trägt bei, dass er eine Wand mit diversen Gitarren sieht. Die schaut er sich genauer an. Er ist selbst Sammler und stellt fest, dass er einige der Modelle ebenfalls zu Hause hat. Im Interview erweist sich der Sänger dann als aufgeschlossener Beobachter und Gesprächspartner, der Musik, Politik und ihre Schnittstellen gleichermaßen akkurat kommentiert.

Herr Kunze, kürzlich hat Bob Dylan sein neues Album zum Teil über eine Rentnerzeitschrift verschenkt. Finden Sie das witzig?

Heinz Rudolf Kunze: Wenn man bedenkt, dass die Leute, die heute schon Rentner sind, mit Jimi Hendrix und Grateful Dead aufgewachsen sind, warum nicht? Ich glaube, es gibt eine ganze Menge Rentner mit einer guten musikalischen Prägung, und die sollte man nicht in der Ecke stehen lassen.

Welcher Zeitschrift hätten Sie Ihr neues Album beigelegt?

Generell bin ich darauf aus, dass ein neues Album von mir so viel Öffentlichkeit wie möglich bekommt. Dafür bin ich bereit, alle möglichen Bündnisse zu schließen. Ich hätte also nichts dagegen, wenn meiner Plattenfirma so eine Verbreitungsform einfallen würde (lacht). Allerdings richten sich meine Lieder nicht an eine spezielle Zielgruppe. Sie sind für alle da, egal wie alt jemand ist, ob über sechzig oder unter zwanzig.

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