Frank Schätzing

Frank Schätzing

„Bowie war mein Lichtstrahl in der Dunkelheit.“

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  • Sebastian Wolf
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6. Oktober 2025, Köln. Das 25hours Hotel im Gereons-Viertel ist ein perfekter Ort für ein Interview mit Frank Schätzing. Die Einrichtung ist retro-futuristisch, zwischen Remote-Arbeitsplätzen steht eine Astronautenfigur, es gibt einen Bereich mit Plattenspieler und Schallplatten, dazu einen Flipper-Automaten mit dem Konterfei von David Bowie. In dieser Umgebung fühlt sich der Bestseller-Autor direkt wohl. Zumal er mit „Spaceboy“ gerade ein Buch über Bowie fertiggestellt hat, das allerdings zu gleichen Teilen auch von Schätzing selbst handelt. Im Konferenzbereich des Hotels entwickelt sich bei heißer Schokolade ein Gespräch über die Funktion von Idolen und die Botschaft, die Bowie 1969 einem schmächtigen Kölner Jungen vermittelte – ohne es zu wissen.

Frank Schätzing, warum ist es gut, Idole zu haben?

Idealerweise, um sein Leben besser zu leben. Idole bringen aber nichts, wenn man nur auf die Oberfläche schaut. Auf Geld, Erfolg und Schönheit. Das führt zu Frust, weil man dem Idol beständig hinterherhinkt. Im schlimmsten Fall wird man zum Abklatsch.

Heißt im Umkehrschluss: Wer sich keine Idole sucht, dem fehlt ein Kompass dafür, sein eigenes Leben zu gestalten?

Da bin ich mir gar nicht so sicher. Man kann Idolen kaum ausweichen, beginnend mit Gott. Ich persönlich fremdele mit Göttern. Dennoch bin ich nicht orientierungslos durchs Leben gestolpert.

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