Florian Homm

Florian Homm

„Ich war zu einem Geldvermehrungsroboter mutiert.“

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Zur Person

17. Dezember 2018, Oberursel im Taunus. Florian Homm lädt in eines seiner Häuser im Frankfurter Speckgürtel ein, gelegen in einem Wohngebiet der Oberschicht. Im Bademantel öffnet er breit lächelnd die Tür, bevor er gleich wieder die Treppen hinauf verschwindet. Kurze Zeit später hört man eine heisere Stimme rufen: „Komm raus in den Garten!“ Der Zwei-Meter-Mann steht neben seinem grauen Kater auf der Terrasse. Alles wie in einem Film. Der 59-jährige Ex-Hedgefonds-Manager weiß zu unterhalten, ist ein Mann des Klartextes. Jedes Wort wirkt ohrgerecht verpackt, gerne mit ein wenig Börsenjargon und amerikanischem Slang verschnürt. Beim Sprechen nimmt Homm tiefe Züge aus seiner Zigarette und pustet den Rauch mit einem zufriedenen Seufzer aus. Denkt er an konfliktreiche und leidvolle Tage seines Lebens zurück, wird er nachdenklicher, ruhiger und bescheidener im Auftreten.

Herr Homm, haben Sie ein gutes Gefühl, wenn Sie auf Ihren Kontostand schauen?

Das mache ich nicht.

Sie schauen nicht auf Ihre Kontoauszüge?

Nie. Das interessiert mich überhaupt nicht. Wenn ich sie mir ansehen würde, finge ich wieder an, mich an irgendetwas zu messen. Solange ich einigermaßen über die Runden komme, will ich nichts von meinem Kontostand wissen.

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