Dr. Pop

Dr. Pop

„Musik ist ein Grundbedürfnis, so wichtig wie Sexualität und Nahrung.“

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Zur Person

Dr. Pop heißt bürgerlich Markus Henrik, wurde 1982 in Essen geboren, ist promovierter Musikwissenschaftler, Kabarettist und Buch-Autor. Im Laufe seines Studiums verbrachte er Zeit in Liverpool und Manchester, in zwei für die Pop-Geschichte wichtigen Städten. Seine wöchentliche Radiokolumne »Dr. Pops Tonstudio« im rbb wurde von der Jury des Grimme- Instituts als »Beste Radiocomedy « nominiert. Zudem hat er eine wöchentliche Kolumne im WDR. Er ist als Musikexperte regelmäßiger Gast in Fernseh- Formaten und deutschlandweit mit seinen Soloshows unterwegs. Seine Programme wurden mehrfach ausgezeichnet. 2010 veröffentlichte er den Roman »Copy Man: Ein Praktikantenroman «. Sein erstes Sachbuch über Musik erschien 2021 unter dem Titel »Dr. Pops musikalische Sprechstunde«.

4. März 2026, Köln. Der Frühling ist da, die Sonne wärmt so sehr, dass wir uns in den Außenbereich eines Cafés im Belgischen Viertel trauen. Zunächst wird das Gespräch mit dem Musikwissenschaftler und Pop-Comedian Markus Henrik alias Dr. Pop von klangvollem Vogelgezwitscher begleitet. Kaum kommt das Interview über die Geschichte und die Macht der Musik in Gang, nehmen Bautrupps ihre Arbeit auf, hupen sich Menschen in Autos gegenseitig an, bläst ein Laubbläser den Bürgersteig frei. Der Gesprächsfluss leidet darunter nicht. Es geht um Ohrwürmer und wie man sie wieder wegbekommt, um den Moment, als die Musik erfunden wurde, und einen Skandal im Land der Dichter, Denker – und Musiker.

Dr. Pop, Sie sagen in Ihrem Musik-Comedy-Programm, Musik sei die einzige Droge ohne Nebenwirkungen. Mein Vater hat mir immer gesagt: Deine Platten machen dich irgendwann taub und pleite.

Ich würde das mit der Pleite als ein Kompliment sehen. Denn das bedeutet, dass Sie viel Geld in Platten gesteckt haben, und wenn man sich die Entwicklung der Preise von Vinyl anschaut, dann gibt es sicherlich schlechtere Investitionen.

Warum ist Musik eine Droge?

Weil sie uns helfen kann, wenn wir Hilfe benötigen. Wenn es uns nicht gut geht, dann können wir laute und schnelle Musik hören, die uns nach vorne pusht. Wir können aber auch traurige und schwermütige Musik hören, die uns das Gefühl gibt, dass wir verstanden werden und dass wir mit unserer Melancholie nicht allein sind. Eine Nebenwirkung gibt es aber doch: den Ohrwurm.

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