Clueso

Clueso

„Ich brauche Inspiration, und die muss ich mir holen.“

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Zur Person

16. Juli 2018, Erfurt. Nur ein paar Minuten mit der Straßenbahn raus aus der beschaulichen Erfurter Innenstadt und man erreicht Cluesos Kreativ-Domizil, das er sich nach der Trennung vom Zughafen-Kollektiv neu eingerichtet hat. Ein verwunschenes Gelände mit Schaukeln und verwaistem Stehgrill im Hinterhof, Baustellenlärm in Hörweite und rostfarbenem Wasser, das im Bad aus dem Wasserhahn fließt. Mittendrin ein entspannter Clueso, der am Vorabend erst vom Videodreh in Schottland zurückgekommen ist. „Ich habe allen gesagt, ich komme erst heute wieder, damit ich noch ein bisschen Ruhe habe“, verrät er und freut sich auf ein Interview, in dem es ums Aufbrechen und Ankommen gehen soll, aber auch um die Frage, warum der Musiker die eigene Meinungsstärke nicht in politischere Songs packt.

Clueso, was ist Ihr Zuhause?

Das sind Wahlheimaten, die besonders an Menschen gebunden sind. Ich habe einige Jahre in Köln gelebt, und jedes Mal, wenn ich dort hinfahre, bekomme ich dieses Feeling. Oder Los Angeles – mein Freund Benjamin von Stuckrad-Barre verbringt dort sehr viel Zeit, und wenn ich nur den Namen der Stadt höre, denke ich automatisch an Stucki. Ich muss sonst gar nicht viel über einen Ort wissen oder viele Leute dort kennen, trotzdem wird er durch diese eine Person zu einem Zuhause.

Kommen da immer neue Personen hinzu?

Ja, selbst als wir jetzt für den Videodreh eine Woche in Schottland gewesen sind, gab es jemanden vor Ort, der uns geholfen hat. Zu dem hatte ich direkt einen Draht, und er allein wäre ein Grund für mich, noch mal nach Schottland zu fahren. Man hat das ja manchmal, dass man sich unmittelbar mit einem Menschen verbunden fühlt.

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