Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst

„Wir übertreiben es in allem.“

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  • Marcus Simaitis / Laif
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24. Oktober 2025, Hamburg. Zwar sind es nur noch gut fünf Wochen bis zum Kinostart des neuen Stromberg-Films „Wieder alles wie immer“, eine Sichtungsmöglichkeit für Journalisten gab es zum Zeitpunkt des Interviews mit dem Hauptdarsteller aber noch nicht. So beschränken wir uns auf ein paar eher allgemeine Fragen zu Deutschlands erfolgreichstem Ekelpaket und greifen Christoph Maria Herbsts Anmerkung, bei dem Film handele es sich letztlich auch um ein eigenes Geschenk zu seinem bald anstehenden 60. Geburtstag, dankend auf: In einer knappen halben Stunde geht es um die Unterschiede zwischen Boomern und Vertretern der Gen Z sowie Dinge, die man gern noch vor einem so besonderen Datum erledigt haben möchte. Wobei der Schauspieler die Überzeugung bestätigt, dass man immer nur so alt ist, wie man sich fühlt – und erleichtert feststellt, dass sich das politisch häufig eingeforderte Prinzip von „Maß und Mitte“ im Privatleben deutlich leichter umsetzen lässt.

Christoph Maria Herbst, es gab nun knapp zehn Jahre nichts Neues von Stromberg mehr. Ursprünglich hatten Sie gesagt, dass eine Rückkehr eigentlich ausgeschlossen sei. Wie oft wollte man Sie vom Gegenteil überzeugen?

Wenn es eine belastbare Idee gegeben hätte, wäre ich, glaube ich, schon früher dabei gewesen. Aber der Ball lag natürlich im Feld von Ralf Husmann, unserem Autor. Es gab vor Jahren mal die Idee, aus dem Cliffhanger, mit dem der erste Stromberg-Kinofilm endet, eine weitere Geschichte zu erzählen: Stromberg heuert bei den Berliner Sozialdemokraten an. Die Story sollte sein, dass diese Stromberg händeringend loswerden wollen und ihn nach Brüssel wegloben. Ich hielt das für eine sehr tolle Idee. Doch zu der Zeit kam dann Hape Kerkeling mit dem Horst-Schlemmer-Film „Ich kandidiere“ um die Ecke. Und da fand Ralf Husmann, dass das politische Terrain damit ausreichend bestellt war.

Welcher Impuls führte dazu, dass Stromberg jetzt auf die Leinwand zurückkehrt?

Ich habe irgendwann mal durchblitzen lassen: „Ralf, ich hätte wieder Bock.“ Und Ralf hat gesagt: „Das gibt es ja nicht, denn ich habe eine Idee.“ Und so war es dann. Ich vergleiche das gerne mit einem Obstbaum, der nur alle zehn Jahre Früchte zu tragen scheint. So ist das bei uns jetzt auch. Letztlich mache ich mir damit selbst das größte Geschenk, denn ich werde am 9. Februar 60 Jahre alt.

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