Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst

„Früher war unzynisch. Nie ironisch. Höchstens selbstironisch.“

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  • Christian Hartmann
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Zur Person

21. September 2021, Berlin. Dass Christoph Maria Herbst zunächst einmal schnurstracks an der offenen Tür des Konferenzraumes, in dem das Interview stattfinden soll, vorbeigeht, vertieft in das Gespräch mit seiner Kollegin, sollte man nicht persönlich nehmen. Es entspringt einer grundsätzlichen Stimmung, von der man als Interviewer wenig später auch?profitiert: dem Spaß an der Kommunikation. Das Aufnahmegerät läuft noch nicht, da sind Themen wie Impfung, Nichtraucher-Werdung und Koffein-Zufuhr bereits in aller Kürze abgehandelt. „Oh, läuft das Band schon?“, fragt Herbst, der knallpinke Turnschuhe zu blauer Jeans-Pulli-Kombi trägt. Nein, erst jetzt – denn nun wollen wir thematisch in die Tiefe gehen.

Christoph Maria Herbst, auf Facebook kursiert des Öfteren die Frage: Welcher Film hat Sie als Kind traumatisiert? Die möchte ich gerne an Sie weitergeben...

Nicht fasziniert, sondern traumatisiert, ja?

Genau.

„Der Exorzist“. Den habe ich natürlich nicht im Alter von elf an einem verregneten Sonntagnachmittag um vier im ZDF gesehen; den habe ich als Heranwachsender geguckt, ich muss wohl so 16, 17 Jahre alt gewesen sein. Im Nachtprogramm der Öffentlich-Rechtlichen. Wo auch sonst, damals gab es ja nur die. Danach war ich traumatisiert.

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