Blixa Bargeld

Blixa Bargeld

„Was diese Zeit von uns verlangt, ist ein In-Kapismus.“

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  • Mote Sinabel
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Zur Person

07. April 2020, Berlin. Blixa Bargeld erwartet den Skype-Anruf zum Interview zur ungewöhnlich frühen Morgenstunde. Wie sich schnell herausstellt, tut dem Sänger und Songwriter der Berliner Avantgarde-Institution Einstürzende Neubauten ein durchgetakteter Tag aktuell sehr gut. Er setzt dabei unter anderem auf den Austausch mit langjährigen Fans, mit denen der Musiker in virtueller Runde kocht, isst und trinkt. Aus der Quarantäne heraus führt das Gespräch an eher unbekannte, aber hochinteressante Orte der Berliner Stadtgeschichte, an den Landwehrkanal und zum Grazer Damm.

Blixa Bargeld, die Pandemie hat Sie mitten in der Kampagne zum neuen Album der Einstürzenden Neubauten erwischt. Auf was mussten Sie verzichten?

Wir hatten im Frühling 2019 mit dem Projekt begonnen, die Idee war: Wir arbeiten innerhalb eines Kalenderjahres an genau 100 Tagen – und schauen, was dabei am Ende herauskommt. Das war alles auf den Tag genau geplant, am 20. April, ein Jahr nach dem Beginn des Projekts, hätten wir ein spezielles Konzert am Gendarmenmarkt in Berlin gespielt, für das sich 500 Supporter aus der ganzen Welt angemeldet hatten.

Bei den Supportern handelt es sich um Fans der Band, die Ihre Arbeit durch Geld und Anteilnahme unterstützen.

Genau. Wir hatten auch vor, eine Tour mit dem Reisebus zu unternehmen, zu Neubauten-spezifischen Orten in Berlin, unser Bassist Alexander Hacke hatte einen Rundtrip durch Berliner Galerien geplant. Und das ist nun natürlich alles flachgefallen. Das Projekt wurde kurz vor Krönung und Abschluss gestoppt.

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