Ben Becker

Ben Becker

„Ich bin ein ganz zartes, sensibles Wesen.“

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  • Jonas Holthaus
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Zur Person

17. Januar 2021, Berlin. Hausbesuch bei Ben Becker in seiner geräumigen Altbauwohnung in Charlottenburg. Freudig bringen wir Masken und Biokuchen mit. Letzteren legt der Schauspieler skeptisch schweigsam in der Küche ab. Becker ist ein energetisches Zirkustier und liebt das Tingeln. Die Vollbremsung durch die Lockdowns macht ihm zu schaffen. In seinem kunstvoll eingerichteten Exil hat er sich Einkehr mit Verzicht auf Außenwirkung verordnet. Das Gespräch entwickelt sich zum Ein- und Ausblick mit frischer Luft zu allen Seiten.

Ben Becker, warum sind Sie aus der pulsierenden Berliner Mitte zurück ins gediegene Charlottenburg gezogen?

Ich habe mich nach Parkett und Flügeltüren gesehnt, wollte meine Bilder aufhängen. In Mitte gibt es keine gutbürgerlichen Altbauwohnungen, sondern aufgesetzte Dachgeschosse, die ein Vermögen kosten. Außerdem ist Charlottenburg mein Jugendkiez. Meine Mutter wohnt um die Ecke. Aber ich bin beweglich und auch schnell wieder raus. Wie Sie sehen, gibt es hier viele Möbelstücke auf Rollen.

Sie besitzen auffallend viele Bilder und Kunstwerke. Sind Sie Sammler?

Ich sammle und hänge immer wieder um. (zeigt nach oben) Das ist von meinem Freund Andrew Barry Greif. Er ist Maler, stammt aus Baltimore, lebt aber in Berlin. Das da drüben habe ich selbst gemalt und in der Küche hängt ein Autogramm von Sylvester Stallone.

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