Alois Knoll

Alois Knoll

„Eine Maschine ist eine Maschine und ein Lebewesen ist ein Lebewesen.“

Fotos:
  • Gerald von Foris
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Zur Person

03.04.2017, München. Professor Knoll, Experte für Robotik an der Technischen Universität München, bevorzugt grau und schwarz. Mittelgrau ist der Anzug, hellschwarz das Hemd, tiefschwarz sein Schuhwerk. Grundausstrahlung heiter. Er empfängt als Direktor von fortiss, einer Gesellschaft, die sich als Brücke zwischen praktizierter Wirtschaft und Elfenbeinturm versteht. Wir unterhalten uns in seinem Eckzimmer, das groß, aufgeräumt und gläsern ist. Im Schatten der Münchner Doppeltürme, der „Highlight Towers“, sprechen wir über die unaufhaltsamen Fortschritte in der Roboterwelt, gelegentlich begleitet vom Surren automatisierter Jalousien.

Herr Professor Knoll, welchen Roboter lieben Sie?

Gustav Heinemann hat mal auf die Frage, ob er den Staat liebe gesagt: „Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!“. So sollten wir es auch mit Maschinen halten. Man kann höchstens sagen: Ich habe immer mal wieder einen Roboter, den ich besonders gern habe. Das kann auch der Staubsauger-Roboter sein oder das Auto, das sich letztlich auch immer mehr in einem sensorgeführten Roboter verwandelt.

Ich dachte eigentlich an die menschengleiche Roboterin Nadine in Singapur, die Sie dort jeden Morgen an der Rezeption der Uni begrüßt.

Ja, ja Nadine… (lacht) Das ist nicht ganz meine Kragenweite, das muss nicht unbedingt sein. Ich sehe das mehr so als einen modernen aufwendigen Scherzartikel, wenn Sie mir das erlauben so zu sagen. Aber vielleicht sehe ich das als Techniker auch zu nüchtern.

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