lit.COLOGNE spezial 2026
Breites Programm für 2026 bekanntgegeben
Foto: AST Fotografie
Seit 2011 eröffnet die lit.COLOGNE spezial alljährlich den literarischen Herbst und hat sich als feste Größe im deutschen Festivalkalender etabliert. Mit internationalen Bestsellerautor:innen, prominenten Persönlichkeiten aus Kultur und Politik sowie Buchpremieren lockt das Herbstformat jedes Jahr zahlreiche Besucher:innen nach Köln. Nun hat das Festival sein Programm für die Ausgabe 2026 vorgestellt.
Die Kernspielzeit der lit.COLOGNE spezial findet vom 3. bis 11. Oktober statt. Bereits am 9. September eröffnet das Festival seine diesjährige Ausgabe mit zwei internationalen Gästen: Han Kang und Dave Eggers sind zum Auftakt in Köln geladen. Weitere Veranstaltungen folgen im November und Dezember.
Han Kang präsentiert mit »Der goldene Faden« einen Band mit zentralen Texten ihres Werks – darunter ihre Nobelpreisrede sowie Gedichte und Tagebucheinträge. Die Literatur-Nobelpreisträgerin (2024) richtet darin den Blick auf Fragen nach Menschlichkeit, Liebe und der Gleichzeitigkeit von Schönheit und Gewalt. Dave Eggers stellt »Contrapposto« vor, einen Roman über eine lebenslange Freundschaft, die verschiedene Stationen der Kunstwelt, gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Verluste begleitet.
Zum Programm der Kernspielzeit gehört zunächst die Buchpremiere von Robert Habeck. In »Arctic Meltdown« beschreibt der ehemalige Bundeswirtschaftsminister die wachsende Bedeutung der Arktis für internationale Politik, Handelswege und den Wettbewerb um Ressourcen. Ebenfalls am 3. Oktober widmet sich »Diaries of Note« historischen Tagebüchern und den privaten Aufzeichnungen berühmter Persönlichkeiten. Iris Berben, Anke Engelke und weitere Mitwirkende lesen aus Texten von unter anderem Andy Warhol, Frida Kahlo, Nelson Mandela und Virginia Woolf.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gesprächen über persönliche Erfahrungen und Lebensfragen. Mona Ameziane und Christine Westermann bringen mit »Wann wusstest du, dass es gut wird?« ihr erstes gemeinsames Buch auf die Festivalbühne und führen die Gespräche aus ihrem Podcast »Zwei Seiten« fort.
Darüber hinaus sind zahlreiche deutschsprachige und internationale Autor:innen angekündigt: Ragnar Jónasson präsentiert seinen Kriminalroman »Stille«, Eva Menasse stellt »Alleinruhelage« vor und Edgar Selge, vor allem als Schauspieler bekannt, bringt mit »Juras letzter Winter« seinen zweiten Roman nach Köln. Darin erzählt er die Geschichte des 16-jährigen Jura Rjabinkin während der Blockade Leningrads und führt in die dunkelsten Jahre des Zweiten Weltkriegs.
Mit »Motorcolonia« richten Jürgen Becker und Martin Stankowski zudem den Blick auf die Kölner Stadtgeschichte. Ihr Buch beschäftigt sich mit der Rolle der Stadt bei der Entwicklung der Motorisierung – von Nikolaus August Ottos Viertaktmotor bis zu bislang weniger bekannten Kapiteln der Industriegeschichte.
Nach dem Oktoberprogramm folgen weitere Festivaltermine: Der Starkoch Yotam Ottolenghi ist am 15. November mit zwei Veranstaltungen am Tanzbrunnen zu Gast. Den Jahresabschluss bildet am 14. Dezember die Weihnachtslesung der Familie Thalbach. Katharina, Anna und Nellie Thalbach präsentieren unter dem Motto »Ist wirklich schon wieder Weihnachten?« klassische und neue Texte der Weihnachtsliteratur.
Tickets sowie weitere Informationen zum Programm der lit.COLOGNE spezial 2026 sind auf der Website des Festivals erhältlich.